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Bestrahlung eines Mitarbeiters bei einem Hersteller von Kesseln, Druckbehältern und Tanks

Mit verschiedenen Techniken werden regelmäßig Qualitätskontrollen an kritischen Rohrleitungen wie Gas- und Druckleitungen durchgeführt. Eine dieser Techniken ist die Radiographie, bei der ein Röntgengerät verwendet wird, um u. a. ein Röntgenbild der Schweißnähte in den Rohren zu erhalten.

Am 6. September 2022 war ein Angestellter eines Herstellers von Kesseln, Druckbehältern und Tanks kurzzeitig der Strahlung eines Röntgengeräts ausgesetzt, das bei einer zerstörungsfreien Prüfung durch eine Fachfirma eingesetzt wurde. Die Strahlendosis, die der Arbeiter erhielt, überstieg den gesetzlichen Dosisgrenzwert für die Bevölkerung, aber es wurden keine direkten Auswirkungen bei dem Arbeiter beobachtet. Die Bevölkerung war zu keiner Zeit einer Strahlung ausgesetzt. Es bestand also keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Am 15. September 2022 besuchten zwei Nuklearinspektoren der FANC den Standort, um den Vorfall zu rekonstruieren und einen Aktionsplan zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft zu erstellen. Die FANC stuft diesen Vorfall auf Stufe 2 der INES-Skala (Internationale Skala für nukleare und radiologische Ereignisse) ein, da ein nicht beruflich tätiger Mitarbeiter ionisierender Strahlung ausgesetzt wa. 

Berichtigung

Da der betroffene Arbeitnehmer nicht beruflich exponiert war (kein Dosimeter), wurde eine Dosisabschätzung vorgenommen. Zunächst wurde angenommen, dass der Arbeiter eine effektive Dosis von bis zu 20 mSv erhalten hatte. Nach weiteren Analysen und Rekonstruktionen vor Ort hat sich herausgestellt, dass der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung von 1 mSv nicht überschritten wurde.